(I. Mönche)a) An der Spitze meiner * an Ordensjahren ältesten Mönchs-Jünger steht Aññā-Kondañña;
* an der Spitze der Weisheitsmächtigen (mahāpaññā): Sāriputta,
* der Magiegewaltigen (iddhimantā): Mahā-Moggallāna,
* der Lehrer in strikter Asketenübung: (*2) Mahā-Kassapa,
* der mit Himmlischem Auge Begabten: Anuruddha,
* der aus vornehmem Hause Stammenden: Bhaddiya, der Sohn der Kāligodhā,
* der mit lieblicher Stimme Begabten: Bhaddiya, der Zwerg,
* der den Löwenruf Erhebenden: Pindola-Bhāradvāja,
* der Lehrredner: Punna Mantāniputta (der Sohn der Mantāni),
* derer, die kurze Darlegungen ausführlich erklären können: Mahā-Kaccāna.
b) An der Spitze meiner Mönchs-Jünger, * die einen geisterzeugten Körper erschaffen können, steht Cūla-Panthaka,
* derer, die geschickt sind, in meditativer Geistigkeit (*3) Abkehr zu vollziehen: Cūla-Panthaka,
* derer, die geschickt sind, von Wahrnehmungsbildern Abkehr zu vollziehen: Mahā-Panthaka,
* der in Streitlosigkeit Weilenden: Subhūti,
* der Gabenwürdigen: Subhūti,
* der Waldeinsiedler: Revata-Khadiravaniya ('R. vom Akazienwald'),
* der sich Vertiefenden: Kankhā-Revata ('R. der Zweifler'),
* der Willensstarken: Sona der Kolivīser,
* der schön Vortragenden: Sona Kūtikanna,
* der Almosenempfänger: Sīvali,
* der Vertrauensergebenen: Vakkalī
c) An der Spitze * meiner übungseifrigen Mönchs-Jünger steht Rāhula,
* der vertrauensvoll in die Hauslosigkeit Gezogenen: Ratthapāla,
* derer, die zuerst Zuweisungen für regelmäßiges Almosenmahl erhielten: Kunda-Dhāna,
* der Schlagfertigen: Vangīsa,
* der stets Anmutigen: Upasena, der Sohn des Vaganta,
* der Wohnstatt-Zuweiser: Dabba der Maller,
* derer, die den Himmelswesen lieb und teuer sind: Pilinda-Vaccha,
* der schnell Auffassenden: Bāhiya Dāruciriya,
* der glänzenden Redner: Kumāra-Kassapa,
* der die vier Analytischen Wissen Besitzenden: Mahā-Kotthita.
d) An der Spitze meiner * wissensreichen Mönchs-Jünger steht Ananda,
* der Gedächtnisstarken: (*4) Ananda,
* der die Textfolge Beherrschenden: (*5) Ananda,
* der geistig Regen: (*6) Ananda,
* der aufwartenden Mönche: Ananda,
* der eine große Schülerschar Besitzenden: Uruvela-Kassapa,
* derer, die in den Familien Vertrauen erzeugen können: Kāludāyī,
* der selten Erkrankten: Bakkula,
* der sich an früheres Dasein Erinnernden: Sobhita,
* der Kenner der Ordenszucht: Upāli,
* der Unterweiser der Nonnen: Nandaka,
* der die Sinnentore Bewachenden: Nanda,
* der Unterweiser der Mönche: Mahā-Kappina,
* der das Feuer-Element Meisternden: Sāgata,
* der scharfsinnig Fragenden: Rādha,
* der grobes Gewand Tragenden: Mogharāja.
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(*1) K sagt, daß die »Spitzen der Jüngerschaft« ihren Rang, der ihre besondere Begabung zum Ausdruck bringt, aus vier Gründen erhielten:
1. auf Grund eines bestimmten Anlasses,
2. auf Grund ihrer 'Herkunft', d.i. als Folge ihrer in früherer Existenz abgelegten Gelübde oder gehegten Aspirationen,
3. wegen ihrer langen Betätigung auf dem betreffenden Gebiete,
4. wegen ihrer außergewöhnlichen Befähigung oder Bewährung darin.
Manche erhielten diesen Rang aus nur einem dieser Gründe, andere aus zwei oder drei Gründen oder aus allen vier Gründen, wie Sāriputta, Mahā-Moggallāna und Mahā-Kassapa.
- Kurze Anmerkungen über die einzelnen Jünger und Jüngerinnen enthält der ANHANG II am Ende des Einer-Buches.
(*2) ChS: dhutavādānam; d.i. Lehrer der strikten Asketenregeln oder Läuterungsmittel (s. Wtb: dhutanga; v.l. dhutangadhārānam.
(*3) a) ceto-vivatta-kusalānam; b) saññā-vivatta-kusalānam.
K und Subk (zusammengefaßt): Culla-Panthaka war geschickt in der geistigen Sammlung (ceto-samādhi), nämlich in den vier feinkörperlichen Vertiefungen (rūpa-jjhāna), in denen eine Abwendung (vivattana) von der jeweils niederen zur höheren erfolgt und eine Reduzierung (sankhepa) der in ihnen auftretenden Vertiefungsglieder (s. Wtb: jhāna). -
Mahā-Panthaka war erfahren in den vier unkörperlichen Vertiefungen (arūpa-jjhāna), für welche die Abkehr von gröberen Formen der Wahrnehmung (saññā) bezeichnend ist; beginnend mit der ersten, von der es heißt:
»Nach völliger Überwindung der Körperlichkeits-Wahrnehmungen...«, bis zur vierten, dem »Gebiet von Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung«.
Ferner war Mahā-Panthaka erfahren im Hellblick (vipassanā), in der man den Geist abwendet (vivatteti) von konventionellen Vorstellungen (sañña) wie Mann, Frau usw. sowie von falschen Vorstellungen wie Unvergänglichkeit (niccasañña) usw., und in der man sich im besonderen zuwendet (visesato vattanato) den bloßen körperlichen und geistigen Vorgängen und dem ungestalteten Nibbāna. -
Die hier vollzogene Gleichsetzung von ceto-vivatta mit geistiger Sammlung und von sañña-vivatta mit Hellblick (= Weisheit, paññā) läßt an ceto-vimutti und paññā- vimutti, d.i. Gemüts- und Weisheitserlösung (s. II, 32) denken, und es gibt tatsächlich auch eine solche vereinzelte Lesart für unsere Stelle; doch die meisten Mskr., wie auch K und Subk, lesen wie oben; so auch ChS.
(*4) Satimantānam; sati hat hier, lt. K, die Bedeutung der »im Gedächtnis bewahrenden Achtsamkeit« (dhāranaka-sati).
(*5) gatimantānam; gati bedeutet hier Textzusammenhang, Textfolge.
(*6) dhitimantānam; lt. K ist dhiti hier = viriya, nämlich »die Energie beim Lernen, Rezitieren Memorieren und bei der Aufwartung des Buddha«.
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(II. Nonnen)e) An der Spitze meiner * an Ordensjahren ältesten Nonnen-Jüngerinnen steht Mahā-Pajāpati Gotamī,
* der Weisheitsmächtigen: Khemā,
* der Magiegewaltigen: Uppalavannā,
* der Kenner der Ordenszucht: Patācārā,
* der Lehrrednerinnen: Dhammadinnā,
* der sich Vertiefenden: Nandā,
* der Willensstarken: Sonā,
* der das Himmlische Auge Besitzenden: Sakulā,
* der schnell Auffassenden: Bhaddā Kundalakesā,
* der sich an früheres Dasein Erinnernden: Bhaddā Kāpilāmī,
* der grobes Gewand Tragenden: Kisā Gotamī,
* der Vertrauensergebenen: Sigāla Mātā.
(III. Laienjünger)f) An der Spitze meiner Laienjünger, * die zuerst die Zuflucht nahmen, stehen die Kaufleute Tapussa und Bhallika,
* der Spender: der Hausvater Sudatta, (genannt) Anāthapindika,
* der Lehrredner: der Hausvater Citta aus Macchikasanda,
* derer, die sich durch die vier Gunsterweisungen Anhänger gewinnen: Hatthaka aus Ālavi,
* der Spender erlesener Speisen: Mahānāma der Sakker,
* der Spender von Angenehmem: der Hausvater Ugga aus Vesāli,
* der Unterstützer der Mönchsgemeinde: der Hausvater Ugga aus Elefantendorf (Hatthigāma),
* der unerschütterliches Vertrauen Besitzenden: Sūra Ambattha,
* der unter den Menschen Beliebten: Jīvaka Komārabhacca,
* der Getreuen: der Hausvater Nakulapitā.
(IV. Laienjüngerinnen)g) An der Spitze meiner Laienjüngerinnen, * die zuerst die Zuflucht nahmen, steht Sujātā, die Tochter Senānis,
* der Spenderinnen: Visākhā, die Mutter Migāras,
* der Wissensreichen: Uttarā, die Bucklige,
* der in Güte Weilenden: Sāmavatī,
* der sich Vertiefenden: Uttarā, die Mutter des Nanda,
* der Spenderinnen erlesener Speise: Suppavāsā die Koliyerin,
* der für die Kranken Sorgenden: Suppiyā, die Laienjüngerin,
* der unerschütterliches Vertrauen Besitzenden: Kātiyānī,
* der Getreuen: die Hausmutter Nakulamātā,
* der durch bloßes Zuhören Vertrauenden: Kālī, die Laienjüngerin aus Kuraraghara.
aus: Anguttara Nikaya, I.24. Die Spitzen der Jüngerschaft
http://palikanon.com/angutt/a01_011-033.html#a_i24