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	<title>Dhamma-Vinaya Journal</title>
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	<description>Artikel, Beiträge und Leserbriefe über Buddhistisches Leben und Lernen in Deutschland</description>
	<lastBuildDate>Mon, 07 May 2012 06:05:23 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
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		<title>Artikel zur Leserfrage zum Thema Vegetarismus im Buddhismus</title>
		<link>http://dhamma-vinaya.de/2012/05/vegetarismus-im-buddhismus/</link>
		<comments>http://dhamma-vinaya.de/2012/05/vegetarismus-im-buddhismus/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 15:53:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion1</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen und Antworten]]></category>

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		<description><![CDATA[  „Mit Hinsicht auf den Fühlenden aber lehre ich, was Leiden ist, was die Entstehung des Leidens ist, was die Erlöschung des Leidens ist und was der Pfad ist, der zur Erlöschung des Leidens führt.“ A.III.62 Die Frage, die  hier gestellt ist, bewegt sehr viele Buddhisten, insbesondere auch im Hinblick auf die erste Tugendregel, nicht zu töten und Leben zu schonen. Dazu müssen wir die verschiedenen Aspekte berücksichtigen, unter denen man sich mit dieser Frage auseinandersetzen kann.  Solange wir aufgrund von Bedingungen dem Erleben im Menschentum unterworfen sind, sind wir auch den hier vorherrschenden Gesetzmäßigkeiten unterworfen. Es wurde auf eine Weise gewirkt, die uns in groben Bedingungen, mit einem grobstofflichen Körper, welcher ebenso grobstofflich ernährt werden muß, erscheinen ließ.  Selbst wenn wir uns rein vegan ernähren wollten, sterben Milliarden von Lebewesen, allein durch das Bestellen der Felder, den Einsatz von Düngemitteln und die Schädlingsbekämpfung. Lebensräume von Tieren werden zerstört, weil Nahrung und Rohstoffe für unser tägliches Leben gewonnen werden. Wenn man also rein hypothetisch davon ausgehen würde, das alle Menschen auf dieser Welt keine tierischen Erzeugnisse mehr zu sich nehmen würden, es immer noch nicht möglich ist, ohne anderes Leben zu zerstören, den Fleischleib zu erhalten. Natürlich erschüttern die hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong><img class="aligncenter" src="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2012/05/samsara.22.jpg" alt="Der Samsaro" width="317" height="276" /></strong></p>
<p> </p>
<p><strong>„<em>Mit Hinsicht auf den Fühlenden aber lehre ich, was Leiden ist, was die Entstehung des Leidens ist, was die Erlöschung des Leidens ist und was der Pfad ist, der zur Erlöschung des Leidens führt.“ </em><em>A.III.62</em></strong></p>
<p>Die <a href="http://dhamma-vinaya.de/2012/04/animal-food/" target="_blank">Frage</a>, die  hier gestellt ist, bewegt sehr viele Buddhisten, insbesondere auch im Hinblick auf die erste Tugendregel, nicht zu töten und Leben zu schonen.</p>
<p>Dazu müssen wir die verschiedenen Aspekte berücksichtigen, unter denen man sich mit dieser Frage auseinandersetzen kann.</p>
<p> Solange wir aufgrund von Bedingungen dem Erleben im Menschentum unterworfen sind, sind wir auch den hier vorherrschenden Gesetzmäßigkeiten unterworfen.</p>
<p>Es wurde auf eine Weise gewirkt, die uns in groben Bedingungen, mit einem grobstofflichen Körper, welcher ebenso grobstofflich ernährt werden muß, erscheinen ließ.</p>
<p> Selbst wenn wir uns rein vegan ernähren wollten, sterben Milliarden von Lebewesen, allein durch das Bestellen der Felder, den Einsatz von Düngemitteln und die Schädlingsbekämpfung.</p>
<p>Lebensräume von Tieren werden zerstört, weil Nahrung und Rohstoffe für unser tägliches Leben gewonnen werden.</p>
<p>Wenn man also rein hypothetisch davon ausgehen würde, das alle Menschen auf dieser Welt keine tierischen Erzeugnisse mehr zu sich nehmen würden, es immer noch nicht möglich ist, ohne anderes Leben zu zerstören, den Fleischleib zu erhalten.</p>
<p>Natürlich erschüttern die hier beschriebenen Fakten einen fühlenden Menschen und lässt ihn seine Haltung zu diesen Dingen hinterfragen, jedoch kommt man hier offenbar kaum zu einer innerweltlichen Lösung des Problems, da man nicht davon ausgehen kann, daß irgendwann die gesamte Menschheit sich besinnt und auf diese, ja auf Gier beruhenden Methoden verzichtet.</p>
<p>Auch richtet sich die Lehre des Erwachten nicht darauf, die Welt in der wir leben in einer Weise zu verbessern, in dem wir die äußeren Bedingungen versuchen versuchen zu ändern.</p>
<p>Das bedeutet nicht, daß wir gleichgültig gegenüber der Welt werden und die wirklich herangetretenen Dinge vernachlässigen oder gar von uns weisen.</p>
<p>Vielmehr geht es hier darum, die Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen und weniger für das Handeln anderer Wesen in der Welt, was auch zumeist völlig außerhalb unseres Einflusses steht.</p>
<p> </p>
<p>Hierbei gilt es rechte Anschauung zu entwickeln, die an vielen Stellen in den Lehrreden vom Erwachten dargelegt ist, wie in <a href="http://www.palikanon.com/majjhima/m009n.htm"><em>M 9. (I,9)</em></a>, in der unter anderem der Aspekt der Nahrung betrachtet wird.</p>
<p><em>“Freilich, Brüder. Wenn, ihr Brüder, der edle Jünger die Nahrung erkennt und der Nahrung Entwicklung, der Nahrung Auflösung erkennt und das zu der Nahrung Auflösung führende Vorgehen,</em></p>
<p><em> hat er insofern, ihr Brüder, die rechte Ansicht, ist seine Ansicht eine ehrliche, seine Liebe zur Lehre erprobt, gehört er dieser edlen Lehre an. Was ist nun, Brüder, die Nahrung, was ist der Nahrung </em></p>
<p><em>Entwicklung, was ist der Nahrung Auflösung, was ist das zu der Nahrung Auflösung führende Vorgehen? </em></p>
<p><em>Vier Arten der Nahrung (āhāra), ihr Brüder, sind für die Wesen vorhanden, den entstandenen zur Erhaltung, den entstehenden zur Entwicklung; welche vier? </em></p>
<ul>
<li>
<p><em>Körperbildende Nahrung, grob oder fein, (kabalinkāra) </em></p>
</li>
<li>
<p><em>zweitens Berührung (phassa), </em></p>
</li>
<li>
<p><em>drittens Geistiger Wille (cetanā), </em></p>
</li>
<li>
<p><em>viertens Bewußtsein (viññāna). </em></p>
</li>
</ul>
<p><em>Die Entwicklung des Durstes bedingt die Entwicklung der Nahrung, die Auflösung des Durstes bedingt die Auflösung der Nahrung. Das aber ist der edle achtfältige Weg, das zu der Nahrung Auflösung führende Vorgehen, nämlich: rechte Ansicht, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit, rechte Sammlung. </em></p>
<p><em>“Es kennt nun, ihr Brüder, der edle Jünger also die Nahrung, also die Entwicklung der Nahrung, also die Auflösung der Nahrung, also das zur Auflösung der Nahrung führende Vorgehen, und er hat die Tendenz der Gier völlig verleugnet, die Tendenz des Widerwillens verscheucht, die Tendenz der Ichheit vertilgt, das Nichtwissen verloren, das Wissen erworben, so macht er dem Leiden noch in diesem Leben ein Ende. Insofern, ihr Brüder, hat da ein edler Jünger die rechte Ansicht, ist seine Ansicht eine ehrliche, seine Liebe zur Lehre erprobt, gehört er dieser edlen Lehre an.” </em></p>
<p> </p>
<p>Basierend auf der rechten Anschauung, die wohl noch mit <em>asava</em>, also mit Einflüssen und innerweltlich ist, übt sich ein Lehrnachfolger in den Tugendregeln. Er nimmt Abstand von den unheilsamen Dingen, wie dem Töten oder Verletzen anderer Wesen, soweit es in seinem Einflussbereich möglich ist.</p>
<p>Auch was die anderen Sila betrifft, wird er sich üben, diese zur Grundlage seines Handelns zu machen.</p>
<p>Dies führt zu mehr innerem Frieden durch Gewissensruhe und dazu, daß sich bei ihm nach und nach auch Gier und Gegenwendung mindern werden.</p>
<p>Dies geschieht jedoch vor allem auf der Grundlage der rechten Anschauung, die er sich vergegenwärtigt, aus der Erkenntnis über das Karmagesetz, dem Gesetz von Ursache und Wirkung.</p>
<p>Dabei wird ganz klar und bewußt, daß eine schrittweise Umerziehung des Herzens notwendig ist, um aus dem bereits Gewirkten und nun aus früherem Wirken am „Tor der Gegenwart“ anbrandenden Erleben hinauszuwachsen.</p>
<p>Der Nachfolger wird also seine Gesinnung überprüfen und zu verfeinern suchen, denn die Gesinnung ist die Basis für das Denken und Handeln, das Wirken in Gedanken, Worten und Taten und somit entscheidend dafür, in welcher Art und Weise sich in weiteren Leben wieder vorgefunden wird.  Deutlich wird der Aspekt der Gesinnung auch in der Lehrrede M 55, wo es folgendermaßen heißt:</p>
<p> </p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Da lebt, Jivako, ein Mönch in der Umgebung eines Dorfes oder einer Stadt. Liebevollen Gemütes weilend strahlt er nach einer Richtung, dann nach einer zweiten, dann nach der dritten, dann nach der vierten, ebenso nach oben und nach unten: überall in allem sich wiedererkennend durchstrahlt er die ganze Welt mit liebevollem Gemüte, mit weitem, tiefem, unbeschränktem, von Grimm und Groll geklärtem.</span></em><em> Und es sucht ihn ein Hausvater auf, oder der Sohn eines Hausvaters, und bittet ihn, am nächsten Tage bei ihm zu speisen. ag eben der Mönch es, Jivako, annehmen, so sagt er zu. Und am nächsten Morgen, zeitig gerüstet, nimmt er Mantel und Schale und begibt sich dorthin wo jener Hausvater, oder Sohn eines Hausvaters, wohnt. Dort angekommen nimmt er auf dem dargebotenen Sitze Platz. Und es bedient ihn der Hausvater, oder Sohn eines Hausvaters, mit ausgewählter Almosenspeise. Da denkt er nicht: ‘Schön, wahrlich, ist es von diesem Hausvater, oder Sohn eines Hausvaters, mich mit ausgewählter Almosenspeise zu bewirten: ach wenn mich doch dieser Hausvater, oder Sohn eines Hausvaters, auch fernerhin mit ebensolcher ausgewählter Almosenspeise bewirten möchte!’: also etwa denkt er nicht. </em><em><span style="text-decoration: underline;">Er nimmt diese Almosenbissen unverlockt, unverblendet, nicht hingerissen, das Elend sehend, der Entrinnung eingedenk, ein. Was meinst du wohl, Hausvater: hat etwa da der Mönch bei dieser Gelegenheit eigene Verletzung im Sinne, oder hat er anderer Verletzung im Sinne, oder hat er beider Verletzung im Sinne?” “Das nicht, o Herr!” “Nimmt also, Jivako, nicht der Mönch bei dieser Gelegenheit eben untadelhafte Nahrung ein?” “Allerdings, o Herr! </span></em><em>- Reden hab’ ich gehört, o Herr: ‘Brahma ist liebevoll.’ Dafür hab’ ich, o Herr, den Erhabenen bürgen sehn: denn der Erhabene, o Herr, ist liebevoll.” “</em><em><span style="text-decoration: underline;">Jene Gier, Jivako, jener Haß, jener Wahn, wo Verderben in den Sinn käme, solche Gier, solcher Haß, solcher Wahn ist vom Vollendeten verleugnet, an der Wurzel abgeschnitten, einem Palmstumpf gleichgemacht, ausgerodet worden, kann sich ferner nicht mehr entwickeln. </span></em><em>Wenn deine Worte, Jivako, das gemeint haben, geb’ ich es dir zu.” “Eben das, freilich, o Herr, haben meine Worte gemeint.” …</em></p>
<p> </p>
<p><em>“Da lebt, Jivako, ein Mönch in der Umgebung eines Dorfes oder einer Stadt. Erbarmenden Gemütes, freudevollen Gemütes, unbewegten Gemütes weilend strahlt er nach einer Richtung, dann nach einer zweiten, dann nach der dritten, dann nach der vierten, ebenso nach oben und nach unten: überall in allem sich wiedererkennend durchstrahlt er die ganze Welt mit erbarmendem Gemüte, mit freudevollem Gemüte, mit unbewegtem Gemüte, mit weitem, tiefem, unbeschränktem, von Grimm und Groll geklärtem. …</em></p>
<p> Was also ist hier der Aspekt der Gesinnung?</p>
<p>Der Mönch von dem hier die Rede ist hat eine liebevolle, nichtmessende, erbarmende und unbewegte Gesinnung geübt, sich selbst wiedererkennend in der suche nach Wohl, wie sie allen Wesen eignet.</p>
<p>So tilgt er im eigenen Herzen Gier und Gegenwendung, was es erleichtert, <em>nicht verlockt und hingerissen zu werden</em>, sondern die <strong>Elendigkeit allen Begehrens</strong> zu durchschauen und der <strong>Entrinnung eingedenk</strong> zu sein, nämlich durch die Belehrung des Erwachten.</p>
<p>Die Voraussetzung hierfür ist auch, <em>das Gemüt von Haß und Groll </em>jenen gegenüber zu klären, die in Unwissen über die Unheilsamkeit solcher Taten, wie sie oben beschrieben sind, verharren. Gewiß ist das nicht leicht und es hat in keiner Weise damit etwas zu tun, daß man solches Handeln gut heißt. Hier geht es wieder um den Aspekt der eigenen Herzenshaltung, denn wenn ich in Gegenwendung verbleibe und das Herz mit solchen Empfindungen <em>ernähre, </em>führt dies nicht aus dem Erlebenmüssen einer solchen Wahrnehmung hinaus sondern fesselt erneut daran.</p>
<p>Ein Mensch beispielsweise, der aus Mitleid mit den Tieren auf tierische Produkte verzichtet, eine liebevolle Haltung gegenüber Tieren hat, jedoch in Haß gegenüber den Menschen verfallen ist, wird kaum auf eine Weise Wirken können, die in jeder Hinsicht als heilsam zu bezeichnen wäre.</p>
<p>Nur eine Haltung die klar die Bedingungen schaut, denen jedes Wesen, je nach seiner Art des Erscheinens unterworfen ist ermöglicht deren Auflösung.</p>
<p> Was bedeutet nun <em>unbesehn, ungehört, unvermutet </em>für das Annehmen von Fleisch?</p>
<p>Hier geht es darum, daß der Mönch nicht gesehen und gehört, das ein Tier für <em>ihn</em> geschlachtet wurde und auch nicht in irgendeiner Weise vermuten muß, daß es so sei. Daß er auch die Tötung eines Tieres nicht in Auftrag gibt versteht sich von selbst.</p>
<p> Jede Übung in den Tugenden ist immer eine Übung für die Befriedung des eigenen Herzens und der Gewissensruhe. Es ist die Selbsterziehung und nicht ein Beurteilen und Verbesserwollen Anderer.</p>
<p> Die Herzenserziehung auf dem Achtpfad, mit der zugrundeliegenden rechten Anschauung, auf die sich alle Glieder stützen, führt letztendlich Schritt für Schritt durch den Wandel zur völligen Befreiung von jeder Art von Leiden.</p>
<p> </p>
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		<title>Buddhismus und Ernährung: Haben wir als Buddhisten das Recht Tieren etwas wegzunehmen?</title>
		<link>http://dhamma-vinaya.de/2012/04/animal-food/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 14:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen und Antworten]]></category>

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		<description><![CDATA[  Hallo,   mich beschäftigt seit einiger Zeit die Frage inwieweit wir als, das ihnen oder ihren Nachkommen zusteht. Das ist jetzt etwas verallgemeinert, sicher gibt es auch Buddhisten, die sich vegan ernähren. Also z.B. warum nehmen wir den Kühen die Milch weg , die eigentlich in ihrer Zusammensetzung nicht für uns, sondern für die Kälbchen sind. Jenen wird aber mittlerweile kaum die Milch ihrer Mütter gegönnt, sondern sie werden mit anderen Flüssigkeiten aufgepäppelt, gemästet und ermordet. Sicher nicht von Buddhisten, aber in dem wir die Milch, oder die daraus entstandenen Produkte essen, akzeptieren wir auch den Mord an den Kälbern oder die Ausbeutung der Kühe! Sicher war das in Buddhas Zeiten nicht so extrem, aber heute ist es so! Ebenso mit den Eiern der Hühner, oder anderen Vögeln, daraus eigentlich ihr Nachwuchs werden sollte; wenn wir sie essen, akzeptieren wir auch den Mord an den männlichen Küken!. Z.B. wenn man täglich ein Ei essen würde, würden im Laufe unseres Lebens 70 Hennen misshandelt und umgebracht und ebenso viele männliche Küken unmittelbar nach dem Schlüpfen vermust oder vergast. Wenn auch die Mönche alles essen müssen, was man ihnen anbietet, so wäre es doch für buddhistische Laien ein Leichtes, sich dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2012/04/tierrechte.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-353" title="tierrechte" src="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2012/04/tierrechte-300x219.jpg" alt="" width="300" height="219" /></a></p>
<p> </p>
<p>Hallo,</p>
<p> </p>
<p>mich beschäftigt seit einiger Zeit die Frage inwieweit wir als, das ihnen oder ihren Nachkommen zusteht.</p>
<p>Das ist jetzt etwas verallgemeinert, sicher gibt es auch Buddhisten, die sich vegan ernähren. Also z.B. warum nehmen wir den Kühen die Milch weg , die eigentlich in ihrer Zusammensetzung nicht für uns, sondern für die Kälbchen sind. Jenen wird aber mittlerweile kaum die Milch ihrer Mütter gegönnt, sondern sie werden mit anderen Flüssigkeiten aufgepäppelt, gemästet und ermordet. Sicher nicht von Buddhisten, aber in dem wir die Milch, oder die daraus entstandenen Produkte essen, akzeptieren wir auch den Mord an den Kälbern oder die Ausbeutung der Kühe! Sicher war das in Buddhas Zeiten nicht so extrem, aber heute ist es so!</p>
<p>Ebenso mit den Eiern der Hühner, oder anderen Vögeln, daraus eigentlich ihr Nachwuchs werden sollte; wenn wir sie essen, akzeptieren wir auch den Mord an den männlichen Küken!. Z.B. wenn man täglich ein Ei essen würde, würden im Laufe unseres Lebens 70 Hennen misshandelt und umgebracht und ebenso viele männliche Küken unmittelbar nach dem Schlüpfen vermust oder vergast.</p>
<p>Wenn auch die Mönche alles essen müssen, was man ihnen anbietet, so wäre es doch für buddhistische Laien ein Leichtes, sich dieses mal vor Augen zu führen und es zu ändern! Sicher hat der Buddha es in seiner Zeit abgelehnt, dass seine Mönche Vegetarier werden , aber damals gab es auch keine Massentierhaltung und die Laien haben sicher auch nicht jeden Tag Fleisch gegessen oder es den Mönchen gegeben. Es ist halt etwas, dass mich schon lange quält, wie damit umgehen, denn wenn der Erwachte die Anwendung der silas für alle Wesen gelten ließ, dann muss man sich heute schon darum Gedanken machen.</p>
<p> </p>
<p>Wie seht Ihr das?</p>
<p> </p>
<p>Mit liebem Gruß,</p>
<p>Kisagotami</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Artikel zum Leserbrief »Männ­li­cher Sinn und weib­li­ches Wesen«</title>
		<link>http://dhamma-vinaya.de/2011/09/artikel-zum-leserbrief-maennlicher-sinn-weiblicher-sinn/</link>
		<comments>http://dhamma-vinaya.de/2011/09/artikel-zum-leserbrief-maennlicher-sinn-weiblicher-sinn/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 23:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karuna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen und Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrreden]]></category>
		<category><![CDATA[Leserbriefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir das Kamma-Gesetz ernst nehmen, müssen wir zugestehen, daß die unterschiedlichen Faktoren unserer Erscheinung, unseres äußeren und inneren Haushaltes aufgrund von Wirken entstanden sind. So sind bestimmte Bewertungen vorausgegangen, die in dieser oder jener Gestalt, dieser oder jener Erscheinung Wohl zu finden vermeint haben, denn nichts geschieht einfach zufällig, sondern aufgrund von Bedingungen, welche durch Tendenzen erzeugt worden sind. Als Frau zu erschienen, bedeutet eben, das „Weibliche“ angestrebt zu haben, sich damit identifiziert zu haben. Allerdings wissen wir ja auch, daß jegliche Identifikation auch immer zwei Seiten hat und eben Bindungen erzeugt, die unbeständig und somit noch leidhaft sind. So kann man auch nicht unbedingt von „Verallgemeinerung“ sprechen, weil es Ausnahmen gibt. Heißt es nicht auch, „Ausnahmen bestätigen die Regel“? Die Aussage von P.D. fußt ja auf den Aussagen des Erwachten in den Lehrreden, wie sie beispielsweise auch in der folgenden zu finden sind: A VI.52 »Worauf wohl, Herr Gotama, ist der Sinn der Adeligen gerichtet, wonach trachten sie, was ist ihre Stütze, was ihr Verlangen und ihr Ziel?« - »Auf Reichtum, Brahmane, ist der Sinn der Adeligen gerichtet, nach Weisheit trachten sie, das Heer ist ihre Stütze, nach Ländern steht ihr Verlangen, die Herrschaft ist ihr Ziel.« - [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir das Kamma-Gesetz ernst nehmen, müssen wir zugestehen, daß die unterschiedlichen Faktoren unserer Erscheinung, unseres äußeren und inneren Haushaltes aufgrund von Wirken entstanden sind.</p>
<p>So sind bestimmte Bewertungen vorausgegangen, die in dieser oder jener Gestalt, dieser oder jener Erscheinung Wohl zu finden vermeint haben, denn nichts geschieht einfach zufällig, sondern aufgrund von Bedingungen, welche durch Tendenzen erzeugt worden sind.</p>
<p>Als Frau zu erschienen, bedeutet eben, das „Weibliche“ angestrebt zu haben, sich damit identifiziert zu haben.</p>
<p>Allerdings wissen wir ja auch, daß jegliche Identifikation auch immer zwei Seiten hat und eben Bindungen erzeugt, die unbeständig und somit noch leidhaft sind.</p>
<p>So kann man auch nicht unbedingt von „Verallgemeinerung“ sprechen, weil es Ausnahmen gibt. Heißt es nicht auch, „Ausnahmen bestätigen die Regel“?</p>
<p>Die Aussage von P.D. fußt ja auf den Aussagen des Erwachten in den Lehrreden, wie sie beispielsweise auch in der folgenden zu finden sind:</p>
<p>A VI.52</p>
<p><em>»Worauf wohl, Herr Gotama, ist der Sinn der Adeligen gerichtet, wonach trachten sie, was ist ihre Stütze, was ihr Verlangen und ihr Ziel?« -</em></p>
<p><em>»Auf Reichtum, Brahmane, ist der Sinn der Adeligen gerichtet, nach Weisheit trachten sie, das Heer ist ihre Stütze, nach Ländern steht ihr Verlangen, die Herrschaft ist ihr Ziel.« -</em></p>
<p><em>»Worauf aber, Herr Gotama, ist der Sinn der Brahmanen gerichtet, wonach trachten sie, was ist ihre Stütze, was ihr Verlangen und ihr Ziel?« -</em></p>
<p><em>»Auf Reichtum, Brahmane, ist der Sinn der Brahmanen gerichtet, nach Weisheit trachten sie, die vedischen Sprüche sind ihre Stütze, nach Opfergaben steht ihr Verlangen, die Brahmawelt ist ihr Ziel.« -</em></p>
<p><em>»Worauf aber, Herr Gotama, ist der Sinn der Hausleute gerichtet, wonach trachten sie, was ist ihre Stütze, was ihr Verlangen und ihr Ziel?« -</em></p>
<p><em>»Auf Reichtum, Brahmane, ist der Sinn der Hausleute gerichtet, nach Weisheit trachten sie, ihre Berufskenntnisse sind ihre Stütze, nach Arbeit steht ihr Verlangen, vollbrachte Arbeit ist ihr Ziel.« -</em></p>
<p><em>»Worauf aber, Herr Gotama, ist der Sinn des Weibes gerichtet, wonach trachtet es, was ist seine Stütze, was sein Verlangen und sein Ziel?« -</em></p>
<p><em>»Auf den Mann, Brahmane, ist der Sinn des Weibes gerichtet, nach Schmuck trachtet es, die Kinder sind seine Stütze; sein Verlangen geht danach, ohne Nebenweib zu bleiben, das Herrschen ist sein Ziel.« -</em></p>
<p><em>»Worauf aber, Herr Gotama, ist der Sinn der Diebe gerichtet, wonach trachten sie, was ist ihre Stütze, was ihr Verlangen und ihr Ziel?« </em></p>
<p><em>»Auf das Stehlen, Brahmane, ist der Sinn der Diebe gerichtet, nach einem Versteck trachten sie, die Waffe ist ihre Stütze, nach Dunkelheit steht ihr Verlangen und nicht entdeckt zu werden ist ihr Ziel.« -</em></p>
<p><em>»Worauf aber, Herr Gotama, ist der Sinn der Asketen gerichtet, wonach trachten sie, was ist ihre Stütze, was ihr Verlangen und ihr Ziel?« -</em></p>
<p><em>»Auf Geduld und Milde, Brahmane, ist der Sinn der Asketen gerichtet, nach Weisheit trachten sie, die Sittlichkeit ist ihre Stütze, nach wahrer Armut steht ihr Verlangen, das Nibbāna ist ihr Ziel.« </em></p>
<p>Bedeutet dies, daß diese Eigenschaften stets in gleichem Maße und gleicher Ausprägung bei jedem Individuum vorhanden sein muß?</p>
<p>Gewiß nicht, denn kamma ist insbesondere im Menschentum sehr gemischt.</p>
<p>Was es jedoch bedeutet, ist, daß eine solche Erscheinung, ein solches Erleben angestrebt worden sein <em>muß</em>, da ansonsten ein solches Erscheinen nicht möglich wäre. Mit anderen Worten, wenn Wasser blau ist, ist auch blauer Farbstoff hinzugefügt worden.</p>
<p>Der Erwachte zeigt hier jeweils die Bestrebungen der unterschiedlichen Wesen im Hinblick auf das Vermeinen, darin Wohl und Befriedigung zu finden, auf. Er beschreibt eine Grundstruktur dieser Bestrebungen, die „Wesenhaftigkeit“ entsprechender Tendenzen, die zum jeweiligen Erscheinen führen, ob nun mehr oder weniger stark ausgeprägt. Auch zeigt er auf, wohin diese Bestrebungen jeweils führen und daß keine – bis auf die des Asketen – zur Befreiung führt, sondern immer nur zum jeweils angestrebten Ziel.</p>
<p>So werden die Hausleute beispielsweise niemals wirklich das Ziel „vollbrachter Arbeit“ erreichen können, denn wir können ja aus eigenem Erleben und Beobachten nachvollziehen, daß diese, auch wenn gewisse Etappenziele erreicht werden, niemals aufhört. Selbst wenn wir dann alt geworden sind und vielleicht nicht mehr unser Brot verdienen müssen, sind wir doch immer noch mit allerlei täglichen Verrichtungen beschäftigt, und sei es nur, diesen Körper zu erhalten, bis wir diesen verlassen. Und wenn kein höheres Ziel angestrebt wurde, mag es sein, daß die ganze Prozession von vorn losgeht und wir wieder meinen, irgendwann fertig zu werden.</p>
<p>Auch die Brahmanen, wenn sie nicht durch den Erwachten belehrt sind, finden sich zwar, wenn die Übung gelingt, in einem wirklich hohen und von Wohl bestimmten Bereich vor, jedoch eben nur solange, wie die Bedingungen aus früherem Wirken bestehen.</p>
<p>Es geht hier nicht darum, ob einer gefühlsbetonter ist oder weniger gefühlsbetont, und dieses gar als etwas Negatives zu betrachten. So heißt es doch in AIII.62: <em>„Mit Hinsicht auf den Fühlenden aber lehre ich, was Leiden ist, was die Entstehung des Leidens ist, was die Erlöschung des Leidens ist und was der Pfad ist, der zur Erlöschung des Leidens führt.“</em></p>
<p>Vielmehr geht es um die wirklichkeitsgemäße Betrachtung der mit Gefühl verbundenen Bewertungen, denn auf diese Weise nähren wir ja unsere Tendenzen, beeinflussen unser Weiterwerden.</p>
<p>Die Unterscheidung bzw. Bewertung kann hier folglich nur auf heilsam oder unheilsam gerichtet sein, auf zur Überwindung und Ablösung tauglich oder untauglich. Auch ist es dabei sehr hilfreich, die damit verbundenen Gefühle zu betrachten.</p>
<p>In welcher Ausprägung die „Färbung“ der eines Wesens nun vorhanden ist, ist damit nicht ausgesagt.</p>
<p>So mag es auch sein, daß ein weibliches Wesen – wie hier in unserem Beispiel aus den Lehrreden – erkennt, daß die Aussagen über das „Weibliche“,  jenes, was eben zum Erscheinen in weiblicher Gestalt geführt hat, etwas zu Überwindendes darstellt, weil es eben Identifikation ist und Identifikation Verfestigung bedeutet und nicht Ablösung.</p>
<p>Wenn der weibliche Sinn auf den Mann gerichtet ist, auf Schmuck, auf Kinder als Stütze und auf das Herrschen über die Familie, dann könnte man fälschlicher Weise verallgemeinern, daß dies alles nur unheilsame Eigenschaften sein.</p>
<p>Eine Frau, die ihre Familie, oder wie es zur Zeit des Erwachten oft üblich war, den ganzen Hausstand mit den Bediensteten und allem, was dazugehört, gut managt und sich auch noch in den Tugenden übt, wird vom Erwachten lobend erwähnt.</p>
<p>Allerdings birgt dieses Streben auch Nahrung für unheilsames Verhalten, wenn die tauglichen Dinge nicht gekannt sind oder nicht beachtet werden. Dann kann es leicht zu Neid, Eifersucht, Herrschsucht, Geiz und sogar zu Gewalt führen, und Glück und Wohl schwinden sehr schnell.</p>
<p>Im Menschentum ist ja der größte Teil der Wohlsuche auf äußeres Wohl gerichtet, sei es die Befriedigung der Sinne durch allerlei Eindrücke und sinnliche Genüsse oder der Wunsch, anerkannt zu werden und vor allem geliebt zu werden von einem Gegenüber, von dem man sich in seiner inneren und äußeren Struktur jedoch unterscheidet. Wir suchen die Vervollständigung in Form von Verschmelzung, welche ihren höchsten Ausdruck in der Sexualität findet und im gleichen Maße für Mann und Frau gilt.</p>
<p>In diesem Sinn befinden wir uns wiederum in einem Mangel, sind auf diese Art Erfahrungen im Außen angewiesen.</p>
<p>A VII. 48</p>
<p><em>Die Lehre von der Verbindung und Lösung will ich euch weisen, ihr Mönche. </em></p>
<p><em>Das Weib, ihr Mönche, hat bei sich den Sinn auf Weiblichkeit gerichtet, auf weibliche Beschäftigung, weibliches Benehmen, weibliche Eitelkeit, weibliche Neigungen weibliche Stimme und weiblichen Schmuck. Daran Genuß und Gefallen findend richtet sie nach außen hin den Sinn auf Männlichkeit, auf männliche Beschäftigung, männliches Benehmen, männliche Eitelkeit, männliche Neigungen, männliche Stimme und männlichen Schmuck. Daran aber Genuß und Gefallen findend, sucht sie nach außen hin Verbindung. Und was da infolge der Verbindung an Freude und Fröhlichkeit entsteht, auch das sucht sie. Die an ihrer Weiblichkeit entzückten Wesen, ihr Mönche, sind an die Männer gefesselt. Auf diese Weise kommt das Weib über ihre Weiblichkeit nicht hinweg. </em></p>
<p><em>Der Mann, ihr Mönche, hat bei sich den Sinn auf Männlichkeit gerichtet, auf männliche Beschäftigung, männliches Benehmen, männliche Eitelkeit, männliche Neigungen, männliche Stimme und männlichen Schmuck. Daran Genuß und Gefallen findend, richtet er nach außen den Sinn auf Weiblichkeit, auf weibliche Beschäftigung, weibliches Benehmen, weibliche Eitelkeit, weibliche Neigungen, weibliche Stimme und weiblichen Schmuck. Daran aber Genuß und Gefallen findend, sucht er nach außen hin Verbindung. Und was da infolge der Verbindung an Freude und Fröhlichkeit entsteht, auch das sucht er. Die an ihrer Männlichkeit entzückten Wesen, ihr Mönche, sind an die Weiber gefesselt. Auf diese Weise kommt der Mann nicht über seine Männlichkeit hinweg. </em></p>
<p><em>So, ihr Mönche, kommt es zur Verbindung.</em></p>
<p>Daher versuchen wir natürlich alles Erdenkliche zu tun, an diesem Wohl festzuhalten es gar auszudehnen, und wenn nötig, zu verteidigen, wie der Adlige seinen Stand, sein Gebiet durch das Heer, der Brahmane in Hinsicht auf Weisheit und Opfergaben, die Hausleute durch Geschäftigkeit zur Mehrung materieller Dinge etc. Jedes angestrebte Wohl ist mit dem entsprechenden Leiden verbunden, wie es in der ersten Wahrheit vom Leiden heißt: Was aber, ihr Jünger, ist die edle Wahrheit vom Leiden?</p>
<p><em>Geburt ist Leiden, Altern ist Leiden (Krankheit ist Leiden), Sterben ist Leiden, Sorge, Jammer, Schmerz, Trübsal und Verzweiflung sind Leiden; mit Unliebem vereint sein, ist Leiden; von Liebem getrennt sein, ist Leiden; nicht erlangen, was man begehrt, ist Leiden; kurz gesagt, die fünf Anhaftungs-Gruppen sind Leiden.</em></p>
<p>Was aber ist die Lösung aus dieser nicht zur dauerhaften Befreiung aus dem Mangel führenden Bindung?</p>
<p><em>Da, ihr Mönche, hat das Weib bei sich den Sinn nicht auf Weiblichkeit gerichtet, nicht auf weibliche Beschäftigung, weibliches Benehmen, weibliche Eitelkeit, weibliche Neigungen, weibliche Stimme und weiblichen Schmuck. Daran keinen Genuß und Gefallen findend, richtet es nach außen hin seinen Sinn nicht auf Männlichkeit, auf männliche Beschäftigung, männliches Benehmen, männliche Eitelkeit, männliche Neigungen, männliche Stimme und männlichen Schmuck. Daran keinen Genuß und Gefallen findend, sucht es nach außen hin keine Verbindung. Und was da infolge der Verbindung an Freude und Fröhlichkeit entsteht, auch das sucht es nicht. Die an ihrer Weiblichkeit nicht entzückten Wesen haben sich von den Männern gelöst. Auf diese Weise, ihr Mönche, kommt das Weib über seine Weiblichkeit hinweg. </em></p>
<p><em>Da, ihr Mönche, hat der Mann bei sich den Sinn nicht auf Männlichkeit gerichtet, nicht auf männliche Beschäftigung, männliches Benehmen, männliche Eitelkeit, männliche Neigungen, männliche Stimme und männlichen Schmuck. Daran keinen Genuß und Gefallen findend, richtet er nach außen hin seinen Sinn nicht auf Weiblichkeit, auf weibliche Beschäftigung, weibliches Benehmen, weibliche Eitelkeit, weibliche Neigungen, weibliche Stimme und weiblichen Schmuck. Daran keinen Genuß und Gefallen findend, sucht er nach außen hin keine Verbindung. Und was da infolge der Verbindung an Freude und Fröhlichkeit entsteht, auch das sucht er nicht. Die an ihrer Männlichkeit nicht entzückten Wesen haben sich von den Weibern gelöst. Auf diese Weise, ihr Mönche, kommt der Mann über seine Männlichkeit hinweg. </em></p>
<p><em>So, ihr Mönche, kommt es zur Lösung. </em></p>
<p><em>Das, ihr Mönche, ist die Lehre von der Verbindung und Lösung. </em></p>
<p>Solange wir jedoch kein höheres Wohl erleben, kann es sehr schwierig sein, sich vom Gewohnten abzulösen, und wir können nicht erwarten, daß wir, ohne den Weg der Übung gegangen zu sein, sofort am Ziel sind und die Dinge einfach lassen können, wie es auch aus Ud.VIII.8. hervorgeht, wo ein Gespräch zwischen Visākhā und dem Erwachten stattfindet, die ihn in ihrem Schmerz aufsuchte, weil eine ihr sehr liebe Enkelin gestorben war. Obgleich Visākhā bereits stromeingetreten war, war der Wunsch nach Mutterschaft noch so stark, daß sie so viele Kinder haben wollte, wie die Stadt Sāvatthī Einwohner hat. Daraufhin führte der Erwachte ihr die ernüchternden Tatsachen der Gesetzmäßigkeit vor Augen, daß wer Vorliebe für Hundert hat, auch hundert Leiden erfährt und so weiter.</p>
<p>Visākhā starb im Alter von 120 Jahren und galt als jene, die die längste Zeit als Stromeingetretene im Menschentum gelebt hatte. Nach dem Ablegen des Fleischleibes erschien sie bei den Schaffensfreudigen Göttern.</p>
<p>Es gilt für uns hier also erst einmal den „Istzustand“ zu sehen und zu akzeptieren, um dann Schrittweise durch wirklichkeitsgemäße Betrachtung der Gefühle, Bewertungen und Erfahrungen zu allmählicher Ablösung zu kommen. Es wäre auch der falsche Weg, sich in Gegenwendung zu ergehen gegen die Neigungen und Triebe, die man so bei sich vorfindet, und zu versuchen, diese mit Gewaltsamkeit zu unterdrücken. Das wäre so, als würde man eine Feder zusammendrücken, welche, wenn sie wieder losgelassen wird, einem entgegenspringt.</p>
<p>Viel hilfreicher ist es, sich den Ursprung der Bedürftigkeit vor Augen zu führen, die Unbeständigkeit der Befriedigung darin und eine Vorstellung zu gewinnen, wie es sein mag, wenn solche Bedürfnisse gar nicht vorhanden wären, man frei davon wäre. Eine solche Art der <em>nüchternen und weisen Betrachtung</em> kann, insofern sie denn immer wieder geübt wird, durchaus erst zu feinerem Wohl und somit dann zur Ablösung führen.</p>
<p>M. 56. (VI,6)</p>
<p><em>Da hat denn der Erhabene Upali den Hausvater allmählich in das Gespräch eingeführt, sprach erst mit ihm vom Geben, von der Tugend, von seliger Welt, machte </em><em><span style="text-decoration: underline;">des Begehrens Elend, Ungemach, Trübsal, und der Entsagung Vorzüglichkeit offenbar.</span></em><em> Als der Erhabene merkte, daß Upali der Hausvater </em><em><span style="text-decoration: underline;">im Herzen bereitsam, geschmeidig, unbehindert, aufgerichtet, heiter geworden war, da gab er die Darlegung jener Lehre, die den Erwachten eigentümlich ist: das Leiden, die Entwicklung, die Auflösung, den Weg. </span></em></p>
<p>Die Formulierung „Der war der weibliche Sinn widerwärtig geworden“ klingt hier zwar nach Gegenwendung – was jedoch eher an der plakativen Art der Sprache liegen mag.</p>
<p>Vielmehr kann man es wie das Gefühl verstehen, welches jemandem, der keinen Alkohol mehr trinkt oder das Rauchen aufgegeben hat, entstehen mag bei der Vorstellung, darin wieder Befriedigung finden zu <em>sollen</em>. Er kann dahin einfach nicht mehr zurückkehren, weil er sich davon <em>abgewendet</em> hat und dadurch darin keinerlei Reiz mehr für ihn besteht. Das höhere, feinere Wohl ist in diesem Fall Freiheit und Nichtabhängigkeit und nicht die ständige Befriedigung des Triebes.</p>
<p>Wenn einer sich in einer solchen Weise geübt hat und dadurch wirkliche Unabhängigkeit erfährt, wird er sich auch üben, jene nicht mit Gegenwendung zu betrachten, die noch nicht soweit fortgeschritten und noch auf derartiges Wohl angewiesen sind.</p>
<p>In diesem Sinne können wir es auch üben, uns nicht miteinander zu vergleichen und nicht als überlegen oder unterlegen zu betrachten, sondern, jeder für sich das Bestmögliche hervorbringend, den anderen in seinen heilsamen Fähigkeiten zu ermuntern und sie uns als Vorbild zu nehmen, so wie wir anderen ebenfalls Vorbild sein werden.</p>
<p>Wir können uns, ganz gleich ob Mann oder Frau, als Gleiche betrachten, nämlich solche, die den Heilsweg des Erwachten als den Weg zur Überwindung aller Bindung an die Leidhaftigkeit erkannt und die Übung auf sich genommen haben, ein jeder, so gut er eben kann und nach seinen Bedingungen.</p>
<p>Weiterführende Lektüre zum Thema Frauen in der Lehrnachfolge: <a href="http://www.buddhareden.de/frauenbild.htm">Das Frauenbild zur Zeit des Buddha</a></p>
<p>Lieben Gruß,</p>
<p>Karuna</p>
<p> </p>
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		<title>Leserbrief: Männlicher Sinn und weibliches Wesen</title>
		<link>http://dhamma-vinaya.de/2011/09/leserbrief-manenlicher-sinn-und-weibliches-wesen/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 16:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leserbriefe]]></category>

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		<description><![CDATA[  Liebe Redaktion des Dhamma-Vinaya   In dem Buch von Paul Debes las ich diesen Ausschnitt aus der D21   Da war ja, o Herr, in Kapilavatthu Gopikā, wie sie hieß, eine Tochter der Sakyer: die war dem Erwachten ergeben, der Lehre ergeben, der Jüngerschaft ergeben und ist den Pflichten durchaus nachgekommen. Der war der weibliche Sinn widerwärtig geworden, sie hatte männlichen Sinn in sich ausgebildet. Bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, ist sie auf gute Fährte, himmelwärts empor geraten, zur Gemeinschaft mit den Göttern der Dreiunddreißig, hat bei uns Kindschaft erlangt. Da heißt es denn jetzt: Gopako der Göttersohn, Gopako der Göttersohn (*112).     Zu dem weiblichen Wesen schrieb er ( auf Seite 272 von Meisterung der Existenz)…..und zum zweiten hat sie das spezifisch weibliche Wesen  in ihrem Gemüt weitgehend abgetan und sich im gleichen Maß erfolgreich um die Erwerbung mehr männlicher Eigenschaften bemüht. Es geht dabei vorwiegend um die Lösung gefühlsmäßiger Bindungen zugunsten nüchterner klarer Einsicht. So hat sie auf Erden bereits sich erstens göttliche Art und zweitens männliche Art erworben, und als dann  im Tode ihr Fleischleib fortfiel, da stellte sich auch äußerlich heraus, was innerlich bereits gebildet war: sie war ein Göttersohn, ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2011/09/lippenstift.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-279" title="lippenstift" src="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2011/09/lippenstift-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p> </p>
<p>Liebe Redaktion des Dhamma-Vinaya</p>
<p> </p>
<p>In dem Buch von Paul Debes las ich diesen Ausschnitt aus der D21</p>
<p> </p>
<p>Da war ja, o Herr, in Kapilavatthu Gopikā,  wie sie hieß, eine Tochter der Sakyer: die war dem Erwachten ergeben,  der Lehre ergeben, der Jüngerschaft ergeben und ist den Pflichten  durchaus nachgekommen. Der war der weibliche Sinn widerwärtig geworden,  sie hatte männlichen Sinn in sich ausgebildet. Bei der Auflösung des  Körpers, nach dem Tode, ist sie auf gute Fährte, himmelwärts empor  geraten, zur Gemeinschaft mit den Göttern der Dreiunddreißig, hat bei  uns Kindschaft erlangt. Da heißt es denn jetzt: Gopako der  Göttersohn, Gopako der Göttersohn<a name="ref112"></a> (<a href="http://www.palikanon.com/digha/d21.htm#f112">*112</a>).</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Zu dem weiblichen Wesen schrieb er (  auf Seite 272 von Meisterung der Existenz)…..und zum zweiten hat sie das  spezifisch weibliche Wesen  in ihrem Gemüt weitgehend  abgetan und sich im gleichen Maß erfolgreich um die Erwerbung mehr  männlicher Eigenschaften bemüht. Es geht dabei vorwiegend um die Lösung  gefühlsmäßiger Bindungen zugunsten nüchterner klarer Einsicht. So hat  sie auf Erden bereits sich erstens göttliche Art und zweitens männliche  Art erworben, und als dann  im Tode ihr Fleischleib  fortfiel, da stellte sich auch äußerlich heraus, was innerlich bereits  gebildet war: sie war ein Göttersohn, ein junger männlicher Gott in  jenem von Sakko beherrschtem sinnlichen  Himmel.</p>
<p> </p>
<p>Dazu habe ich ein paar Fragen:</p>
<p>Zum einen was bedeutet die Lösung <strong>gefühlsmäßiger</strong> Bindungen zugunsten nüchterner klarer Einsicht.</p>
<p>2. Wäre es auch möglich gewesen, dass  sie als Mann wiedergeboren wäre, da sie männliches Wesen entwickelt  hatte , bzw. ist es als Frau <strong>bewusst </strong>möglich als Mann wiedergeboren zu werden, wenn sie in ihrem gegenwärtigen Leben männlichen Sinn und männliches Wesen erwirbt..</p>
<p> </p>
<p>mit lieben Gruss</p>
<p> </p>
<p>Kisagotami</p>
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		<title>Buchvorstellung</title>
		<link>http://dhamma-vinaya.de/2011/08/buchvorstellung-hecker-merkmale-von-saat-und-ernte/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 20:08:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karuna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen und Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrreden]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Verlag Beyerlein und Steinschulte ist kürzlich das Buch “Die Merkmale von Saat und Ernte” von Hellmuth Hecker erschienen. Hier eine kurze Übersicht zum Inhalt: In keiner anderen Lehrrede erläutert der Buddha den Saat-Ernte-Zusammenhang (Karma) so umfassend und vollständig wie in der 30. Lehrrede der Längeren Sammlung. Immer wieder heißt es in den Texten, so auch in dieser Lehrrede, es werde einmal ein Großer Mensch mit 32 Merkmalen erscheinen. Dieser könne nur zwei Bahnen beschreiten: Entweder würde er ein Cakkavatti (wtl. “Rad-Dreher” = Universalmonarch, Weltherrscher, Kaiser) oder ein Sammâsambuddha (Vollkommen Erwachter), “um der Welt den Schleier hinweg zu nehmen” Einzig und allein um das Gesetz von Saat und Ernte an handgreiflichen Merkmalen zu demonstrieren, hat der Buddha diese Lehrrede gehalten. In ihrer Vollkommenheit sind sie nur bei einem Buddha oder einem Weltkaiser zu finden. Sie sind für allen Wesen der sichtbare körperliche Ort an denen sich die Tugenden in ihrer vollkommensten Form zeigen und von daher sind sie mehr oder weniger ein Barometer des Wirkens und ein Symbol der früheren Tugenden und heilsamen Bemühungen. Der Buddha zeigt uns, wie jeweils aus einem bestimmten Wirken und Verhalten im Handeln, Reden und Denken (Saat) gleichzeitig zwei Folgen hervorgehen: einmal ein körperliches Merkmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Verlag Beyerlein und Steinschulte ist kürzlich das Buch <strong>“Die Merkmale von Saat und Ernte”</strong> von Hellmuth Hecker erschienen.</p>
<p>Hier eine kurze Übersicht zum Inhalt:</p>
<p>In keiner anderen Lehrrede erläutert der Buddha den   Saat-Ernte-Zusammenhang (Karma) so umfassend und vollständig wie in der   30. Lehrrede der Längeren Sammlung. Immer wieder heißt es in den  Texten,  so auch in dieser Lehrrede, es werde einmal ein Großer Mensch  mit 32  Merkmalen erscheinen. Dieser könne nur zwei Bahnen beschreiten:  Entweder  würde er ein Cakkavatti (wtl. “Rad-Dreher” = Universalmonarch,   Weltherrscher, Kaiser) oder ein Sammâsambuddha (Vollkommen Erwachter),   “um der Welt den Schleier hinweg zu nehmen”</p>
<p>Einzig und allein um das Gesetz von Saat und Ernte an   handgreiflichen Merkmalen zu demonstrieren, hat der Buddha diese   Lehrrede gehalten. In ihrer Vollkommenheit sind sie nur bei einem Buddha   oder einem Weltkaiser zu finden. Sie sind für allen Wesen der  sichtbare  körperliche Ort an denen sich die Tugenden in ihrer  vollkommensten Form  zeigen und von daher sind sie mehr oder weniger ein  Barometer des  Wirkens und ein Symbol der früheren Tugenden und  heilsamen Bemühungen.  Der Buddha zeigt uns, wie jeweils aus einem  bestimmten Wirken und  Verhalten im Handeln, Reden und Denken (Saat)  gleichzeitig zwei Folgen  hervorgehen: einmal ein körperliches Merkmal  und zum anderen und vor  allem eine generelle Schicksalssituation am Tor  der Gegenwart (Ernte).</p>
<p>Der Zusammenhang zwischen den zehn “Tatengängen” (drei des  Handelns,  vier der Rede, zwei der Gesinnung, einer der Anschauung) und  den  zwanzig Wirkensarten aus D 30 erwies sich als der Schlüssel zum   Verständnis der 32 Merkmale, und diese Einsicht liegt auch der   Darstellung nach dem Achtpfad in diesem Buch zugrunde.</p>
<p>http://www.buddhareden.de/grundlagenwerke.htm</p>
<p><a href="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2011/08/merkmale_se.jpg"><img class="size-full wp-image-263" title="merkmale_se" src="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2011/08/merkmale_se.jpg" alt="" width="150" height="232" /></a></p>
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		<item>
		<title>Die erste Fessel oder: Was hat Kant nicht erkannt?</title>
		<link>http://dhamma-vinaya.de/2011/07/die-erste-fessel-oder-was-hat-kant-nicht-erkannt/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 17:39:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karuna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen und Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrreden]]></category>

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		<description><![CDATA[In den meisten Fällen wird sakkāya-ditthi mit dem Begriff “Persönlichkeitsglaube” übersetzt, was durchaus zutreffend, jedoch in mancher Hinsicht nicht ausreichend ist. Hilfreich ist hierzu die Übersetzung „Glaube an Seinsdarstellung“, das bedeutet das „Für-Wahr-Nehmen“ einer Welt oder eines Seins „an sich“. Alle Phänomene – Zeit, Raum, Raumunendlichkeit, Form, Formlosigkeit, die drei Gefühle, alle sinnlichen Wahrnehmungen – sind darin eingeschlossen. Vergleiche hierzu M I, S 35 So spiegelt sich diese Ansicht, der Inhalt der 1. Fessel, in den Worten Kants wieder, welcher zwar schon die Abhängigkeit der Wahrnehmung von Erscheinung vom Subjekt erkannte, jedoch am Vermeinen einer Existenz eines objektiven „Dinges an sich“ festhielt, welches nur nicht erkennbar sei. “Ich dagegen sage: es sind uns Dinge als außer uns befindliche Gegenstände unserer Sinne gegeben, allein von dem, was sie an sich selbst sein mögen, wissen wir nichts, sondern kennen nur ihre Erscheinungen, d. i. die Vorstellungen, die sie in uns wirken, indem sie unsere Sinne affizieren. Demnach gestehe ich allerdings, daß es außer uns Körper gebe, d. i. Dinge, die, obzwar nach dem, was sie an sich selbst sein mögen, uns gänzlich unbekannt, wir durch die Vorstellungen kennen, welche ihr Einfluß auf unsre Sinnlichkeit uns verschafft, und denen wir die Benennung eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2011/07/angeleint-a25152325.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-251" title="angeleint-a25152325" src="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2011/07/angeleint-a25152325-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><br />
</strong></p>
<p>In den meisten Fällen wird sakkāya-ditthi mit dem Begriff “Persönlichkeitsglaube” übersetzt, was durchaus zutreffend, jedoch in mancher Hinsicht nicht ausreichend ist.</p>
<p>Hilfreich ist hierzu die Übersetzung „Glaube an Seinsdarstellung“, das bedeutet das „Für-Wahr-Nehmen“ einer Welt oder eines Seins „an sich“.</p>
<p>Alle Phänomene – Zeit, Raum, Raumunendlichkeit, Form, Formlosigkeit, die drei Gefühle, alle sinnlichen Wahrnehmungen – sind darin eingeschlossen. Vergleiche hierzu M I, S 35</p>
<p>So spiegelt sich diese Ansicht, der Inhalt der 1. Fessel, in den Worten Kants wieder, welcher zwar schon die Abhängigkeit der Wahrnehmung von Erscheinung vom Subjekt erkannte, jedoch am Vermeinen einer Existenz eines objektiven „Dinges an sich“ festhielt, welches nur nicht erkennbar sei.</p>
<p><em>“Ich dagegen sage: es sind uns Dinge als außer uns befindliche Gegenstände unserer Sinne gegeben, allein von dem, was sie an sich selbst sein mögen, wissen wir nichts, sondern kennen nur ihre Erscheinungen, d. i. die Vorstellungen, die sie in uns wirken, indem sie unsere Sinne affizieren. Demnach gestehe ich allerdings, daß es außer uns Körper gebe, d. i. Dinge, die, obzwar nach dem, was sie an sich selbst sein mögen, uns gänzlich unbekannt, wir durch die Vorstellungen kennen, welche ihr Einfluß auf unsre Sinnlichkeit uns verschafft, und denen wir die Benennung eines Körpers geben, welches Wort also bloß die Erscheinung jenes uns unbekannten, aber nichtsdestoweniger wirklichen Gegenstandes bedeutet. Kann man dieses wohl Idealismus nennen? Es ist ja gerade das Gegenteil davon.” </em><br />
— Kant, Prolegomena (1783), S.62–63.<em><br />
</em></p>
<p>Dazu Fritz Schäfer in einem Aufsatz:</p>
<p><em>Hier völlige Klarheit zu gewinnen, ist heilsentscheidend. Der Erwachte hat darüber eine eindeutige Auskunft gegeben: Auf die Frage, worauf, seine Lehre hin­ausläuft, hat er in al­ler Kür­ze ge­antwortet: dass alle fünf Zusammenhäufungen (also nicht nur Form, sondern auch Ge­fühl, Wahrnehmung, Gestaltungen und Be­wusst­seins­ablauf) unbeständig und  daher oh­ne Selbst sind, <span style="text-decoration: underline;">also nicht „an sich, psychenunabhängig.-objektiv</span>“, sondern abhängig von Be­­din­gun­gen, nämlich den drei Grundeigenschaften aller Unerlösten: Begehren, Abwehr und Verblendung (rāga/ dosa/moha), die wiederum bedingt sind <span style="text-decoration: underline;">durch das Unwissen (avijjā) über deren Ent­wick­lung, die Möglichkeit ihrer Auf­lö­sung und den Weg dazu.</span> (M 35). </em></p>
<p>Die Problematik des Begriffes Persönlichkeitsglaube besteht zumeist darin, daß man meint, daß man aufhören könne, an ein „Ich“ zu glauben, meint, nicht am Ich anhaften, das Ich auflösen zu müssen.</p>
<p>Dieses kann in eine geistige Sackgasse führen, denn selbst wenn erkannt worden ist, das „dies nicht mein, nicht ich, nicht mein Selbst“ ist, hört Ich-Erleben ja dadurch nicht auf. Ebensowenig kann es einfach „weggedacht“ werden.</p>
<p>Hellmuth Hecker sagt: <em>„Es geht nicht darum, das Ich aufzulösen, sondern die Ursachen für das Ich-Erleben.“</em></p>
<p>– oder wie es der Ehrwürdige Thitadhammo im Forum einmal ausgedrückt hat:</p>
<p>„Ansonsten ist nämlich wirkliche und schrittweise Praxis, durch die sich die höchste Wahrheit einem langsam erschließt, nicht möglich.</p>
<p>Innen, Außen, mein, dein, mein Innen, mein Außen, dein Innen, dein Außen, unser Innen, unser Außen – diese Sichtwinkel gehören alle zu einem Repertoire des schrittweise Erkundens der Khandhas und zu einer Weitung des Dhamma-Horizontes.„</p>
<p>– Karuna</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Antwort zur Leserfrage zu M 141 – Das Gemüt</title>
		<link>http://dhamma-vinaya.de/2011/07/antwort-zur-leserfrage-zu-m141-das-gemuet/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 17:29:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karuna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen und Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrreden]]></category>
		<category><![CDATA[Leserbriefe]]></category>

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		<description><![CDATA[  Herz, Geist und Gemüt 30. „Und was, Freunde, ist Richtige Achtsamkeit? Da verweilt ein Bhikkhu, indem er den Körper als einen Körper betrachtet, eifrig, völlig achtsam und wissensklar, nachdem er Habgier und Trauer gegenüber der Welt beseitigt hat. Er verweilt, indem er Gefühle als Gefühle betrachtet, eifrig, völlig achtsam und wissensklar, nachdem er Habgier und Trauer gegenüber der Welt beseitigt hat. Er verweilt, indem er Geist als Geist betrachtet, eifrig, völlig achtsam und wissensklar, nachdem er Habgier und Trauer gegenüber der Welt beseitigt hat. Er verweilt, indem er Geistesobjekte als Geistesobjekte betrachtet, eifrig, völlig achtsam und wissensklar, nachdem er Habgier und Trauer gegenüber der Welt beseitigt hat. Dies wird Richtige Achtsamkeit genannt. Da verweilt ein Bhikkhu bei Körper, Gefühle, Geist und Geistobjekte.“ Die Frage: Neumann übersetzt Körper, Gefühle, Gemüt und Erscheinungen. Abweichungen gibt es beim Geist/Gemüt. – Ich denke es bezieht sich darauf „wie mir zu Mute ist“, meiner inneren „Wetterlage“, somit wäre Neumann näher an dem was gemeint ist. Ich verstehe die 4 Dinge (im Groben) so: mit Körper ist Form gemeint, mit Gefühle : weh/wohl/neutral, mit Geist/Gemüt: wie mir zumute ist und mit Geistesobjekten die Gedanken/Dinge die im Geist auftauchen – alles ist als unpersönlich („mit Abstand“) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Georgia,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<p> </p>
<p><strong>Herz, Geist und Gemüt</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em>30. „Und was, Freunde, ist Richtige Achtsamkeit?<br />
Da verweilt ein Bhikkhu, indem er den Körper als einen Körper<br />
betrachtet, eifrig, völlig achtsam und wissensklar, nachdem er Habgier<br />
und Trauer gegenüber der Welt beseitigt hat.<br />
Er verweilt, indem er Gefühle als Gefühle betrachtet, eifrig, völlig<br />
achtsam und wissensklar, nachdem er Habgier und Trauer gegenüber der<br />
Welt beseitigt hat.<br />
Er verweilt, indem er Geist als Geist betrachtet, eifrig, völlig<br />
achtsam und wissensklar, nachdem er Habgier und Trauer gegenüber der<br />
Welt beseitigt hat.<br />
Er verweilt, indem er Geistesobjekte als Geistesobjekte betrachtet,<br />
eifrig, völlig achtsam und wissensklar, nachdem er Habgier und Trauer<br />
gegenüber der Welt beseitigt hat. Dies wird Richtige Achtsamkeit<br />
genannt.<br />
Da verweilt ein Bhikkhu bei Körper, Gefühle, Geist und Geistobjekte.“</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Die Frage:<br />
Neumann übersetzt Körper, Gefühle, Gemüt und Erscheinungen.<br />
Abweichungen gibt es beim Geist/Gemüt. – Ich denke es bezieht sich<br />
darauf „wie mir zu Mute ist“, meiner inneren „Wetterlage“, somit wäre<br />
Neumann näher an dem was gemeint ist.<br />
Ich verstehe die 4 Dinge (im Groben) so: mit Körper ist Form gemeint, mit Gefühle : weh/wohl/neutral, mit Geist/Gemüt: wie mir zumute ist<br />
und mit Geistesobjekten die Gedanken/Dinge die im Geist auftauchen –<br />
alles ist als unpersönlich („mit Abstand“) zu betrachten …<br />
Liege ich da richtig?</strong></p>
<p> </p>
<p>Diese Übersetzung von Zumwinkel beruht auf einer Übersetzung aus dem Englischen und ist von ihm selbst bereits überarbeitet worden.Wie wir wissen, kennt die englische Sprache diese Feinheiten in der Unterscheidung nicht. So wird man häufig den Begriff mind finden, der stellvertretend jeweilig für die drei unterschiedlichen Palibegriffe verwendet wird.</p>
<p>K.E. Neumann hat diese Begriffe unterschieden, wie es beispielsweise in M10 heißt:</p>
<p><em>Tassa tamhā nimittā añña</em><em>ṃ</em><em> nimitta</em><em>ṃ</em><em> manasikaroto kusalūpasa</em><em>ṃ</em><em>hita</em><em>ṃ</em><em> ye pāpakā akusalā vitakkā chandūpasa</em><em>ṃ</em><em>hitāpi dosūpasa</em><em>ṃ</em><em>hitāpi mohūpasa</em><em>ṃ</em><em>hitāpi te pahīyanti te abbhattha</em><em>ṃ</em><em> gacchanti.Tesa</em><em>ṃ</em><em> pahānā ajjhattameva citta</em><em>ṃ</em><em> santi</em><em>ṭṭ</em><em>hati sannisīdati ekodi hoti [ekodibhoti (syā. ka.)] samādhiyati.</em></p>
<p><em>Während er aus dieser Vorstellung eine andere gewinnt, ein würdiges Bild, schwinden die bösen, unwürdigen Erwägungen, die Bilder der Gier, des Hasses und der Verblendung, lösen sich auf; und weil er sie überwunden hat, festigt sich eben das innige Herz, beruhigt sich, wird einig und stark. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>citta</em><em>ṃ</em><em> samādhiyati</em> entspricht Herzenseinigung, alt: Innigkeit</p>
<p>So findet sich auch in der selben Lehrrede ein Hinweis auf <em>mano</em> in dem Wort <em>manasi</em>, enthalten in:</p>
<p><em>manasikāra</em></p>
<p>‘Geistiges Aufmerken’, ist einer der mit allem Bewußtsein untrennbar verbundenen Geistesfaktoren, Tätigkeit des Geistes</p>
<p><em>mano kamma</em> geistiges (heilsames oder unheilsames) Wirken</p>
<p>Dieser Begriff bezieht sich also deutlich auf den „Geist”, auf die Tätigkeit des Geistes, wie es um  „sich eine Vorstellung zu machen” eben geistiger Tätigkeit bedarf. Denken ist auch Geistestätigkeit, jedoch nicht allein das sprachliche Denken. Es ist nur der Aspekt der <em>vacī sankhāra</em>, der sprachlichen Gestaltung.</p>
<p>Das „Gemüt“ findet sich im Begriff</p>
<p><em>ceto vimutti</em> Gemütserlösung</p>
<p>Auch in dieser Lehrrede finden sich die Unterscheidungen von Herz <em>citta</em>, Gemüt <em>ceto</em> und Geist <em>mano</em> in den Wortwurzeln.</p>
<p>„Innere Wetterlage“ ist recht anschaulich assoziert, man kann auch Stimmung oder Neigung dazu sagen. PD nennt es den “Gefühlsanteil des Herzens und des Geistes“, also abstrakt gesehen, das Zentrum unserer Neigungen, da wo die drei Gefühle empfunden werden, die dieses dann gewissermaßen einfärben, durch die Bewertung selbiger (hellmütig, schwermütig, frohgemut etc.)<br />
Das Herz ist mehr der Ort des Ursprungs der Wollungen, die natürlich nicht in dem Sinne immer schon bewußt gerichtet sind.</p>
<p>Wichtig finde ich auch Neumanns Begriff der Erscheinungen, womit er ganz klar in die Richtung der rechten Anschauung weist, daß es nicht Dinge, also Materie „an sich” sind, sondern durch Bedingungen in Erscheinung treten. Letztendlich ist auch der Körper Erscheinung, aufgrund von Wirken. Es wurde „Körperlichkeit“ angestrebt und gewirkt (gestaltet), mit dem Vermeinen, im Körperlichen Wohl zu finden, in Form der mit dem Körper verbundenen Sinnesfähigkeiten, wie Tastfähigkeit, Sehfähigkeit, der Fähigkeit zu Riechen, zu Schmecken zu Hören und es werden die damit verbundenen Empfindungen und Wahrnehmungen erlebt in Form von Wohl, Neutralität oder Wehgefühl.</p>
<p>Wenn wir diesen Körper als Gestaltung betrachten, fällt es auch nicht so schwer, ihn mit Abstand (<em>abhijānāti</em>) zu sehen, wie hier richtig gefolgert wurde.</p>
<p>Eine solche Betrachtung läßt sich nicht nur auf das Grobe beziehen, sondern ermöglicht dem Belehrten eben, Alles Wirklichkeitsgemäß zu erkennen, auf der Grundlage des Inhaltes der rechten Anschauung, daß die “Dinge nicht an sich” sind, keine “Eigentlichkeit” besitzen.<br />
Auf die gleiche Weise wird somit das Gefühl betrachtet, als bedingt entstanden, wandelbar, unbeständig, nicht eigentlich. Wir kommen den Erscheinungen mehr und mehr auf die Spur und entlarven ihre Natur.</p>
<p>Ein großes Problem liegt oft in der Übersetzung von sati als “Achtsamkeit”, was durchaus nicht falsch ist, jedoch den Inhalt nicht hinreichend berücksichtigt, worauf denn die Achtsamkeit gerichtet sein muß.<br />
Wenn ich Dinge zum Beispiel achtsam tue, ist es im Zusammenhang mit dem Gelingen einer Handlung durchaus hilfreich. Es ist beispielsweise gewiß besser, mit scharfen Gegenständen Achtsam zu hantieren, als unachtsam, da ja die Gefahr besteht, sich und andere zu verletzen. Betrachtet man die Struktur der Achtsamkeit etwas genauer, offenbart sich der Aspekt des Erinnerns, denn, wir müssen ja um die Gefahr wissen, die mit Unachtsamkeit verbunden ist. Irgendwann hat uns entweder jemand darauf aufmerksam gemacht, das scharfe Gegenstände Gefahren mitsich bringen oder wir haben die Erfahrung gemacht, daß es so ist.<br />
Wir sind also “eingedenk”, <em>erinnern</em> uns der Schärfe eines Gegenstandes, wenn wir mit ihm umgehen, weil wir “Gehörtes” oder die Erfahrung erinnern, was im Alltag meistens gar nicht mehr so bewußt erlebt wird, da es gewissermaßen in “Fleisch und Blut” übergegangen ist.<br />
So verhält es sich auch mit der rechten Achtsamkeit, <em>sammāsati</em> und wir können den Bogen zurück zum Gemüt, Herz und Geist schlagen.</p>
<p>Da hört einer die Lehre und sein Gemüt ist dem Gehörten zugeneigt. Er betrachtet das Gehörte und empfindet es als angenehm, wohlbringend, leidmindernd.<br />
Oft und oft bewegt er das Gehörte im Geist, erfährt die Wirkung bei sich selbst, indem er es sich durch entsprechendes Handeln erfahrbar macht und erkennt es so folgerichtig. Auf diese Weise entsteht eine Umbewertung des bisher Angestrebten, das Herz wird umerzogen, “umprogrammiert” und wird zunehmend einer anderen Art von Wohl zugeneigt. Er erwirbt zunehmend das Vermögen, Heilsames von Unheilsamen zu unterscheiden, richtet sein Handeln danach aus, weil er zur Beruhigung und Leidminderung führendes als solches erkennt und ebenso zur Beunruhigung und Leidensvermehrung führendes. Insofern er also immer, wenn es ihm gelingt, in entsprechender Situation sich dieses zu vergegenwärtigen, wird ihm eine entsprechende Erfahrung entstehen.<br />
Er übt sich sozusagen darin, die Welt durch die Dhamma-Brille zu betrachten, sich in Erinnerung zu rufen, was der Erwachte über das Leiden, die Entstehung, die Aufhebung und den zur Aufhebung führenden Pfad gesagt hat und er wird auf die „Zeichen“ und Wegweiser achten, die zur Befreiung führen.<br />
Anhand dieser „Zeichen“ kann er zum Beispiel seine Gefühle betrachten. Es mag sein, daß er feststellt, „Da steigt Ärger auf, diese Person hat meinen Unmut erregt.“ Doch mit <em>yoniso manasikāra</em>, auch als „auf den Grund (die Entstehung) gerichtete Aufmerksamkeit“ bezeichnet, mag er dann erkennen, das der Ärger, der Schmerz vielleicht auf einer Erwartung beruht, die nicht erfüllt wurde.</p>
<p>Er wird erkennen, daß wir stets „Bedürftige“ sind, und solange Bedürftigkeit erlebt wird, diese nie letztendich befriedigt werden kann. Selbst in Zeiten der Erfüllung haben wir ja das Bedürfnis, daß dieses so bleiben möge, nicht verloren gehen oder nicht in Bedrängnis ende. Doch wissen wir, daß dem nicht so ist.</p>
<p>„Das ist, ihr Mönche, die edle Wahrheit vom Leiden; Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Tod ist Leiden, von Lieben getrennt sein ist Leiden, mit Unlieben vereint sein ist Leiden, nicht erlangen, was man begehrt, ist Leiden, Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung sind Leiden. Kurz, die fünf Gruppen des Anhaftens sind Leiden.“</p>
<p>Es sind also nicht die Dinge, die das Leiden verursachen, sondern die Haltung zu ihnen und die Lösung des Problems liegt nicht in der Erfüllung der Wünsche und in der Befriedigung der Triebe sondern in der Freiheit von ihnen.</p>
<p>Wer satt ist, ist eben nur solange satt, bis er wieder hungrig wird.</p>
<p>Möge das Gemüt sich zunehmend zur Wahrheit des Erwachten neigen und Gefallen am Geschmack der Befreiung finden und möge der Geist uns als Werkzeug dienen, die Worte des Erwachten zu besinnen und zu bedenken, damit das Herz frei von jeglichem Hunger und Durst wird.</p>
<p> </p>
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		<title>Die Geschichte meines Lebens</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 07:30:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leserbriefe]]></category>

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		<description><![CDATA[  Stellt euch vor, ihr würdet die Geschichte eures gesamten Lebens niederschreiben. Was würdet ihr in diese Geschichte am liebsten hineinschreiben damit ihr sagen könnt “Ich habe das beste aus diesem Leben gemacht!” ? Es passiert leicht, dass wir den Blick auf unsere eigentlichen Ziele bei den vielen Verpflichtungen, die wir tragen, aus den Augen verlieren mögen. Ich lade euch dazu ein, euch dessen gewahr zu werden und weiterzudenken. Was könnt ihr tun, damit euer Leben so verläuft? Was seid ihr bereit für die Geschichte eures Lebens zu tun? Was werdet ihr dafür tun? Eine sehr edle Freundin schenkte mir vor einigen Tagen eine wertvolle Erkenntnis dazu. Jene möchte ich mit euch teilen: “Das Auge des Wanderfalkens hat je 2 Foveas. Dadurch sieht er sowohl seine geplante Flugbahn, als auch den Boden unter sich.”     Appamada]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2011/06/Vogel.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-224" title="Vogel" src="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2011/06/Vogel-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p> </p>
<p>Stellt euch vor, ihr würdet die Geschichte eures gesamten Lebens niederschreiben.</p>
<p>Was würdet ihr in diese Geschichte am liebsten hineinschreiben damit ihr sagen könnt</p>
<p>“Ich habe das beste aus diesem Leben gemacht!” ?</p>
<p>Es passiert leicht, dass wir den Blick auf unsere eigentlichen Ziele bei den vielen Verpflichtungen, die wir tragen, aus den Augen verlieren mögen.</p>
<p>Ich lade euch dazu ein, euch dessen gewahr zu werden und weiterzudenken.</p>
<p>Was könnt ihr tun, damit euer Leben so verläuft?</p>
<p>Was seid ihr bereit für die Geschichte eures Lebens zu tun?</p>
<p>Was werdet ihr dafür tun?</p>
<p>Eine sehr edle Freundin schenkte mir vor einigen Tagen eine wertvolle Erkenntnis dazu. Jene möchte ich mit euch teilen:</p>
<p>“Das Auge des Wanderfalkens hat je 2 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fovea_centralis" target="_blank">Foveas</a>. Dadurch sieht er sowohl seine geplante Flugbahn, als auch den Boden unter sich.”</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Appamada</p>
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		<title>Texte zur Übersetzung können hier heruntergeladen werden:</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 08:27:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karuna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Power Dana Uposatha]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2011/03/Power-Dana-2.doc"><br />
</a></p>
<p><a href="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2011/03/Power-Dana-2.doc">Power Dana</a></p>
<p><a href="http://dhamma-vinaya.de/wp-content/uploads/2011/03/Uposatha.doc">Uposatha</a></p>
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