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mirco
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Betreff des Beitrags: Re: Unterschied Buddhismus-Christentum Verfasst: Sa 5. Jun 2010, 22:39 |
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Registriert: So 25. Okt 2009, 17:06 Beiträge: 16
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jens weidner hat geschrieben: zitat aufgeschnappt, was ich sehr interessant finde:"Unterschied Buddismus-Christentum: Im Christentum wird die Selbstverwiklichung mit Gott als Einheit angestrebt, im Buddhismus wird die Realisierung der Selbstlosgkeit angestrebt. Genau das Gegenteil."meinungen dazu? Hallo jens weidner, die Aussage, im Buddhismus würde die Realisierung der Selbstlosigkeit angestrebt, ist nur teilweise richtig. Die buddhistische Methode hat Nibbana zum Ziel. Erkennen der Selbstlosigkeit (anatta) ist eine Folge des Erkennens der Bedingten Entstehung, ebenso wie das Erkennen der Leidhaftigkeit allen weltlichen Seins (dukkha) und der Unbeständigkeit (anicca). Alles Gute, Mirco 
_________________ "Liebe ist eine unglaubliche Kraft, WENN wir uns daran erinnern, sie zu benutzen und uns nicht von der Enge gefangen nehmen lassen." blog & Dhamma Sukha Online Teachings
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mirco
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Betreff des Beitrags: Re: Unterschied Buddhismus-Christentum Verfasst: Sa 5. Jun 2010, 22:43 |
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Registriert: So 25. Okt 2009, 17:06 Beiträge: 16
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Manut hat geschrieben: Die große Gemeinsamkeit, die ich in der Lehre Jesu und des Buddho erkannt habe, ist eben, dass das Leiden von Individuen und deren Erlösung vom Leid im Mittelpunkt der Lehre stehen Hallo manut, das finde ich interessant. Wie hat Jesus das Leiden und die Erlösung davon gelehrt? Alles Gute, Mirco 
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Manut
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Betreff des Beitrags: Re: Unterschied Buddhismus-Christentum Verfasst: So 6. Jun 2010, 16:13 |
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Registriert: Sa 21. Nov 2009, 19:03 Beiträge: 19
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Hallo Mirco, Jesus hat im Gegensatz zum Buddho keine tiefgreifenden Antworten auf die Frage nach der Entstehung und Aufhebung von Leid geliefert, sondern nur eine "Trennung von Gott" als Ursache und die "Hinwendung zu Gott" als Lösung des Problems geliefert; es ist ihm auch keine Erkenntnis in diesem Zusammenhang zuzuschreiben. Was Jesus als historischer Person meiner Meinung nach auszeichnet, ist dass er in seinem Kulturkreis das Leid der Menschen als Gegenstand der Religion etabliert hat. Vor Jesus war der Hauptzweck der Religion den Zorn Gottes abzuwenden oder ihn als Verbündeten in Feldzügen zu gewinnen; diese Fokussierung auf Gott lenkte den Blick ab vom Leid der Mitmenschen oder anderer Kreatur und es war erst Jesus, der das Mitleid gesellschaftsfähig bzw. die Gesellschaft mitleidsfähig machte. Für den indischen Kulturkreis gilt dies natürlich nicht, da der Buddho schon lange vor Jesus eine aus meiner Sicht vollkommene Lehre von der Entstehung und der Aufhebung von Leid entwickelt hatte.
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Manut
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Betreff des Beitrags: Re: Unterschied Buddhismus-Christentum Verfasst: So 20. Jun 2010, 12:50 |
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Registriert: Sa 21. Nov 2009, 19:03 Beiträge: 19
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Hallo Mirco, ich habe gerade nochmal deine Antwort auf Jens Weidners Frage gelesen; Du schreibst mirco hat geschrieben: Erkennen der Selbstlosigkeit (anatta) ist eine Folge des Erkennens der Bedingten Entstehung Hier besteht meiner Ansicht nach die Gefahr eines Missverständnisses: das anatta ist nicht die Selbstlosigkeit sondern das, was nicht das Selbst ist; laut Georg Grimm "Die Lehre des Buddho, Religion der Meditation und der Vernunft" wurde die Umdeutung des anatta von "Nicht das Selbst" zu "selbstlos" in der Kommentarliteratur eingeführt und hat der Lehre des Buddho "einen schweren Schlag versetzt". Georg Grimm führt unter anderem aus, dass der Begriff der "Selbstlosigkeit" den Buddhismus unverständlich macht, denn: was soll den vom Leiden erlöst werden und ins Nirwana eingehen, wenn es kein "Selbst" jenseits allen Erfahrbaren gibt?
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acinteyyo
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Betreff des Beitrags: Re: Unterschied Buddhismus-Christentum Verfasst: So 20. Jun 2010, 17:21 |
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Registriert: Fr 23. Okt 2009, 12:13 Beiträge: 47
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Manut hat geschrieben: was soll den vom Leiden erlöst werden und ins Nirwana eingehen, wenn es kein "Selbst" jenseits allen Erfahrbaren gibt? Hallo Manut, ich möcht nur darauf hinweisen, dass es falsch ist anzunehmen es gäbe ein "Selbst" außerhalb allem Erfahrbarem. Auch wird ein "Selbst" nicht vom Leiden erlöst und ein "Selbst" geht auch nicht ins Nirwana ein. Es ist nur Leiden das entsteht und Leiden das vergeht. Die fünf Gruppen der Anhaftung sind die gesamte erfahrbare Welt. Nichts davon kann mit recht als mein, das bin Ich, das ist mein Selbst betrachtet werden. Außerhalb der fünf Gruppen der Anhaftung ist überhaupt keine Erfahrung möglich, es kann daher schlicht gar keine Aussage über etwas jenseits der Daseinsgruppen getroffen werden. Anzunehmen jenseits allem Erfahrbaren existiere ein unabhängiges dauerhaftes Selbst ist daher reine Spekulation. beste Wünsche, acinteyyo
_________________ Pubbe cāhaṃ bhikkhave, etarahi ca dukkhañceva paññāpemi, dukkhassa ca nirodhaṃ. (M.22) Both formerly, monks, and now, it is just suffering that I make known and the ending of suffering.
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