Huhu,
Ich bitte um Verzeihung dafür, dass ich mich da nicht so klar ausgedrückt habe und es zum Missverständnis kam: Es geht mehr um mein Universitätsstudium, dass sich nicht mit dem Dhamma beschäftigt.
Was ich mit der Menge meine: 3 englisch-sprachige Bücher im Gesamtumfang von ca. 1500 Seiten als Prüfungsliteratur, dazu noch meist ca. 50 Folien pro Vorlesungssitzung (mal 12 Sitzungen pro Vorlesung) und man kommt gut und gerne auf zusätzlich 600 Folien pro Vorlesung, macht etwa bei 5 Vorlesungen 3000 Folien als prüfungsrelevant (plus eben 1500 Buchseiten auf Englisch)
Abkürzungen oder "zusammenfassende" Literatur hilft kaum, da man Detailwissen braucht. Der Buddha wusste ja auch, dass die Laien ihre weltlichen Pflichten haben, die einem sicher auch teils unlieb sein können. Hat er denn etwas dazugesagt, wie man seine Einstellung zu diesen Objekten gezielt ändern kann, wenn man um sie weiß?
Eine Distanz durch Loslassen zu schaffen halte ich nicht für sinnvoll, weil ich dann doch eher weniger Antrieb habe, das anzupacken als mehr. Aber dass kann auch gut einfach eine Illusion meines Geistes sein.
Vielleicht ist es ein bisschen damit zu vergleichen, wie wenn man meditiert: Einerseits tut man das freiwillig, andererseits sollte man das ausgiebig (d.h.: Im stehen, gehen, sitzen und liegen.) und oft pflegen. Nur ist es beim Lernen so, dass man bei beschriebener Menge wenig positive Rückmeldung erhält, dass man auf dem Weg bleiben soll.
Ich fand diesen Punkt immer schon schwer verständlich und es erinnert mich an eine Frage an Ajahn Chah:
"So you have to let go without striving to let go?" (also, ein Ziel erreichen ohne es anzustreben)
"That's right. You more should let go without desire." (Also sein Ziel erreichen ohne es erreichen zu wollen)
(Quelle vom Gespräch mit Ajahn Chah:
http://www.youtube.com/watch?v=961Mq_1O ... re=related )
Wie ist das umzusetzen? Ich merke wohl und weiß auch, dass es einen blockiert wenn man zu sehr "will", aber wie tut man etwas, ohne vorher die Absicht zu entwickeln, es zu tun?
Ich seh mich dem Dilemma gegenüber, dass einerseits das Lernen wollen blockiert, andererseits auch das nicht-wollen dazu führt, dass ich nicht mehr mache.
Auf einer übergeordneten Ebene also eher: Wie erreicht man etwas? Wenn Begehren nicht weiterhilft, und man ohne Absicht auch nicht weiterkommt, was dann?
Ich danke für erhellende Worte
Saddhu!
PS: "Der Buddha sprach nicht nur für Mönsche und Nonnen" schreib ich mir mal auf die Liste für den nächsten Bücherkauf, danke für den Tipp Norbert!