Desöftern erscheinen Nachrichtenartikel und Meldungen von christlich-geprägten, meist in der Mission aktiven Gruppen, die Buddhistischen Extremismus und Behinderung von Missionsaktivität anklangen und zahlreiche weitere Mißstände dramatisch anprangern. Besonders sticht hierbei auch die
Wortwahl ins Auge. Entspricht eine solche Schilderung den tatsächlichen Begebenheiten in Sri Lanka oder wird hier bewußt versucht ein bestimmtes Bild von Buddhismus in Sri Lanka zu erzeugen?
Zitat:
In Sri Lanka wird ein “Anti-Konversionsgesetz” debattiert, das Religionsfreiheit schwer einschränken will. Buddhistische Extremisten wollen auch christliches Engagement ersticken.
ms. Fast 70 Prozent der Einwohner Sri Lankas sind Buddhisten, zehnmal mehr als die Christen. Im Jahr 2002 begann auf Betreiben des einflussreichen Buddhistenmönchs Gangodavila Soma eine Kampagne buddhistischer Extremisten gegen Christen und andere Religionsminderheiten. Sie setzten sich für ein “Anti-Konversionsgesetz” ein, um der Missionstätigkeit anderer Religionen einen Riegel zu schieben. In Anlehnung an entsprechende Bestimmungen indischer Bundesstaaten soll die Bekehrung zu einer nichtbuddhistischen Religion “durch Zwang, Anreize oder Betrug” (Artikel 2) hart bestraft werden, ebenso “die Gewährung irgendwelcher moralischer Vorteile” oder “das Inaussichtstellen einer Beförderung” (Artikel 3). Vorgesehen dafür sind Gefängnisstrafen bis zu sieben Jahren und Geldbußen.
Das Gesetz lässt für verzerrte Interpretationen sehr viel Spielraum. In Zukunft könnte etwa eine Krankenhausbehandlung eines Buddhisten durch christliches Personal bereits als Straftat gelten. Das wäre vor allem dann der Fall, wenn Patienten wegen einer liebevollen Behandlung durch Christen über die eigene Religion nachdenken. Auch wäre der Unterricht christlicher Lehrer ein riskantes Unterfangen. Ihnen könnte vorgeworfen werden, buddhistische Schüler zu beeinflussen, so dass diese zum christlichen Glauben konvertieren. Binnen kurzer Zeit käme wohl jegliches christlich-karitative Engagement zum Erliegen, und neubekehrte Christen müssten sich für den Rest ihres Lebens auf Verfolgung und Verhaftung einstellen.
Ende der Religionsfreiheit?
Die separatistische tamilische Terrororganisation der “Befreiungstiger” (Hindus und Marxisten) steht im Kampf gegen die Zentralregierung des mehrheitlich buddhistischen Landes vor der endgültigen Niederlage. Viele buddhistische Parlamentsabgeordnete sehen das als günstigen Zeitpunkt, um das “Anti-Konversionsgesetz” durchzupeitschen. Die Vorlage soll demnächst debattiert und definitiv verabschiedet werden. Eine Verabschiedung könnte das Ende der Religionsfreiheit in Sri Lanka bedeuten.
Bitte protestieren Sie gegen die Einführung des “Anti-Konversionsgesetzes”!
Quelle: Christian Solidarity International, München
http://www.csi-de.de/sri_lanka_mission_straftat.php#