Das »Dhamma-Vinaya Journal« hat sich zum Ziel gesetzt, zur Verbreitung der Lehre in ihrer ursprünglichen Form beizutragen.
Es richtet sich an Menschen, die sich ernsthaft bemühen, die Lehre nach den überlieferten Texten, dem Palikanon, zu erforschen und zu ergründen, um sie als Grundlage für ihre Weltanschauung und praktische Lebensführung zu erschließen.
Wir haben bewußt das Format eines Journals gewählt, da es uns nicht um einen bloßen, meist kurzlebigen Meinungsaustausch geht, zu dem viele Internet-Foren ihre Leser einladen und verleiten. – Dabei gehen häufig gute und hilfreiche Beiträge in der Vielzahl der “rasch getippten” Antworten unter, und das eigentliche Thema wird nicht mehr verfolgt.
Wir möchten gern die Leser zum Bedenken und Besinnen über die Lehre anregen, wie es auch der Erwachte empfolen hat, denn “Was der Mensch häufig bedenkt und sinnt, dahin geneigt wird das Herz.”
Grundlegend für eine erfolgreiche Umsetzung der Buddhalehre ist die Verbindung von wissen-schaffender Gelehrsamkeit (pariyatti) und praktischen Übungen (Meditation) und der Umsetzung im Wandel im Alltag (patipatti). Diese Vereinigung von buddhistischem Lernen und Leben allein führt zum erhofften Durchdringen (pativedha) der Wirklichkeit (dhamma), zum Ausbilden des wahrheitsgemäßen Erkenntnisblicks (yathābhūta-ñānadassana) und zum letztendlichen völligen Erwachen (bodhi) aus der Umnachtung des Unwissens (a-vijjā).
Wir haben hier in Deutschland einen reichhaltigen Schatz an Materialien über die Lehre und ihre praktische und hilfreiche Anwendbarkeit im täglichen Leben. So stehen uns die Werke von Pionieren wie K.E. Neumann als Übersetzer und diejenigen moderner Kommentatoren wie Paul Debes, Hellmuth Hecker und Fritz Schäfer als eine hervorragende Grundlage zur Verfügung.
Wir möchten Fragen zu den hier behandelten Themen gern auf eine ernsthafte und ernstnehmende Weise behandeln und beantworten. Die Fragen können in Form von Leserbriefen an die Redaktion gestellt werden.
Wir möchten die Leser auch anregen, eigene Artikel und Beiträge über ein bestimmtes Thema oder eigene Erfahrungen im Umgang mit der Lehre zu erstellen, die dann bei der Redaktion eingereicht werden können.
Auf diese Weise kann ein heilsamer und tiefgründiger Austausch stattfinden, der für viele zum Wohle und Nutzen sein kann.
So möchten wir mit all jenen, die sich ernsthaft mit der Lehre des Erwachten beschäftigen und sich danach üben wollen, dieses Journal zum Wachsen bringen, so wie wir bei uns die heilsamen Eigenschaften und die Weisheitskraft als Nachfolger der Lehre wachsen lassen möchten.